Neubau in St. Margrethen
Die prominente Lage, an der Kreuzung Hauptstrasse - Grenzstrasse in St. Margrethen, bot der Volksbank Bodensee AG die einmalige Gelegenheit, Ihr Bekenntnis zum Standort St. Margrethen zu stärken und mit einem klaren, sorgfältig geplanten Baukörper Vertrauen in die Zukunft zu markieren.

Die Architektur.
Drei Hauptgestaltungselemente prägen den Neubau: erstens eine Wand, die die Parzelle überspannt und durch das Gebäude dringt, zweitens das Wasser, das dem Namen der Bank alle Ehre macht und den Kunden von Aussen nach Innen begleitet und drittens prägnante Kastenfenster, die die Öffnungen der einzelnen Räume betonen.
Die Wand gibt dem Gebäude Halt in seinem städtebaulichen Kontext und markiert auf der gesamten Parzellenlänge Präsenz an der Hauptstrasse. Sie dringt in das Gebäude ein, öffnet es und begleitet den Menschen auf natürliche und ungekünstelte Art ins Innere. Zusammen mit dem Licht, das durch ein Atrium an der Wand nach unten fällt, begrüsst es den Eintretenden und führt ihn über eine grosszügige Treppe zu den Kundenbereichen im 1. Obergeschoss. Die Wand nimmt aber nicht nur eine verbindende Aufgabe war, sonder auch begrenzende: hinter ihr befinden sich Nebenräume und Räume zur vertikalen Erschliessung.
Auf der Hauptseite, die auf die Strasse und den Vorplatz ausgerichtet ist, wird mit dem Einsatz des zweiten Gestaltungselementes, dem Wasser, dem Namen der Bank und ihrem Credo vornehm Platz gemacht. Die Wasserfläche auf dem Vorplatz, aus dem ein Baum wächst, findet ihr Pendent in der offenen Empfangshalle. Hier fliesst das Wasser unter einer Glasplatte, über die der Kunde die Bank betritt. Das Wasser verstärkt die Verbindung von aussen nach innen, versinnbildlicht das gegenseitige Vertrauen und soll zusammen mit dem Baum zeigen wie erspriesslich eine gute Zusammenarbeit wirken kann. Die Kundenbesprechungsräume sind die Gefässe für individuelle, persönliche Beratung und schaffen den Rahmen, in welchem Vertrauen und Diskretion dominieren. Die Kastenfenster symbolisieren dieses spezifische Eingehen auf den einzelnen Kunden und verleihen jeder Person, deren Anliegen und dem Gespräch Individualität und Einmaligkeit.
Die Neonskulptur im Lichtatrium von Urs Burger verstärkt die vertikale Verbindung und macht das Gebäude in seiner ganzen Höhe wahrnehmbar.
Die Materialisierung.
Die Kastenfenster sind eine multifunktionales Bauteil, das aussen mit einer glimmerartigen, dunkelgrauen Farbe einbrennlackiert sind. Das äussere Glas ist luftumspült, wirkt als Lärmschutz bei offenem Fenster und als Hitzepuffer in der warmen Jahreszeit. Zwischen den Gläsern liegt der Sonnenschutz. Die Innenleibungen sind aus Eiche gefertigt.
Zirkulationszonen im Erdgeschoss sind mit einer grossen Feinsteinzeugplatte belegt, in den Obergeschossen und im repräsentativen Attikageschoss liegt ein Akazienparkett. Ein dunkler Textiler Bodenbelag mit feinen Linien verleiht den Büros eine Wärme und Eleganz. Auf der Terrasse erinnert eine Holzrost an einen Steg am Wasser.
Die Wände sind mit einem weiss gestrichenen Gipsglattstrich belegt. Die Wand im Treppenauge ist in leichtem Blau gehalten, welches dem engen Raum zu mehr Weite verhilft.
Die Deckenleuchten im den Büros und Besprechungsräumen sind eine Weltneuheit von Regent Lighting. Spezielle Prismas garantieren eine optimale Lichtverteilung mit direktem und indirektem Anteil.